polaroid

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Heutzutage wird der Coolnessfaktor gern mit teuren Anwaltsbüros ausgefochten, es drohen Milliardenstrafen. Design ist kein einleuchtender Geniestreich mehr, sondern ein Marketingargument. Anno 1965 war das noch anders –

denn die „Swinger“, Polaroids erste 20-Dollar-Sofortbildkamera, hatte schlicht keine Nachahmer. Und war an Modernität und Coolness nicht zu toppen. Schachteldesign und Gehäuse sehen auch nach fast 50 Jahren aus wie eben auf den Markt gekommen – dabei ist das Polaroid-Konzept heute längst von Digitalkameras überholt; die wenigen übriggebliebenen Enthusiasten kaufen rares Filmmaterial zu Apothekenpreisen… und meine „Swinger“ (Blende f 17, Brennweite 100 mm, Verschlusszeit fest 1/200 sec. für Rollfilm 83 x 86 mm) kostete mich genau einen Euro in der Trödelhalle Falkensee.

2 Kommentare zu “polaroid

  1. oh auf die bin ich wirklich ein wenig neidisch!
    gibt es da auch noch filme? also bei impossible?
    meine zommer.serie ist ausschliesslich mit polaroid gemacht:
    http://www.antjekroeger.de/z-ommer/

    • Ich fürchte: nein. Die SWINGER wollte schon 1965 polaroiden Rollfilm, dass impossible den liefert, bezweifele ich. Ich werde wohl das Innenleben rausbrechen und die schöne weiße Karrosserie als Brotbox verwenden müssen. Meine Sofortbrotkamera!
      (zommerserie: Toll. Irgendwie wie Zirkustiere aus einem vergangenen Jahrhundert, verheult, aber lebendig)

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