sprich nicht mit dir

Das Problem ist gar nicht der Regen oder der Schnee, sondern das Kondenswasser. Wenn das gefriert, nützt auch die Frühlingssonne nicht – wenn Du jetzt, im Herbst, schon an die Frühlingssonne denken willst. Du musst das Handy in Fettpapier wickeln und in ein Einmachglas mit Salz legen, das ist der einzige Weg. Und tief genug eingraben unter dem fauligen Laub, damit die Wildschweine (die jetzt sowieso noch mit all den Pilzen beschäftigt sind) es nicht ausbuddeln.
Hast Du genug Holz luftig gestapelt? Einmal in der Woche wirst Du zum Mommsenstadion rüberstiefeln, Mittwochs, wenn die heißen Dreißig-Mann-Duschen im Bauch des Stadions auch abends noch geöffnet sind und niemand fragt, was Du hier tust. Was sollst Du auch tun? Du duschst. Du duschst in einem Schwall heißen Wassers, eine halbe Stunde lang, die Dich aufwärmt für den langen Weg raus in den Wald. Natürlich findest Du Deine Spur auch ohne Taschenlampe; die Stadt gibt ihre Helligkeit bis in den letzten Winkel des Waldes. Aber sonst wartet dort wenig auf Dich; eine kleine Trittleiter, der Kanonenofen, ein Bett, ein paar Bücher, die Stille. Die Monate.
Schipp Schnee, wenn er die Unterkante Deines Wagens berührt, oder warte auf den Wind. Atme tief, es ist wärmer so. Sprich nicht mit Dir selbst oder wenn, dann hör nicht auf Dich. Das alles geht vorbei.