rusalka

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Rusalken sind in der slavischen Mythologie kleine, meist weibliche Wasserwesen, doch die Slaven sind am Elbufer längst verschwunden, und auch der VEB Torgauer Steingutwerke, der einer markanten Keramikserie bis in die Achtziger Jahre hinein den Namen „Rusalka“ gab, ist längst den Bach bzw. Fluss runtergegangen.

Nur die noppigen Pötte selbst, Obstschalen, Krüge, Teller, Tassen – meist in beige oder zwei Blautönen – sind offenbar unverwüstliche Ladenhüter auf Ostflohmärkten in der Ein-Euro-Ramschkiste. Auch florale Schnörkelreliefs und allerhand anderen sehr gegenständlichen Kitsch findet man problemlos und billig. Ich finde, die Rusalken (oft mit dem internationalisierenden Herkunftszusatz „GDR“) haben diese Geringschätzung nicht verdient. Als echte Wassergeister schlummern sie dicht unter der Wasseroberfläche und warten auf die nächste Welle.

Ein Kommentar zu “rusalka

  1. „Ich finde, die Rusalken … haben diese Geringschätzung nicht verdient. Als echte Wassergeister schlummern sie dicht unter der Wasseroberfläche und warten auf die nächste Welle.“

    Richtig, und „Rusalka“ aus Torgau hat diese Geringschätzung auch nicht verdient … wartet nur auf die nächste Welle

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