number 31

Die Sitzpolster in der Lounge sind in Ehren gealtert, und die Zeiten, wo Grace Kelly, Ted Kennedy und Henry Kissinger mit einem Whiskey aus der kleinen, verspiegelten Bar vor dem Kaminfeuer herumlungerten, sind lange vorbei. Trotzdem – oder gerade deshalb – ist Number 31 das gemütlichste Hotel, das man in Dublin finden kann.

Was damals, als der junge Architekt Sam Stephenson ein georgianisches Stadthaus und ein paar Pferdeställe zu einem hippen Stadthotel ausbaute, verdammt cooles Design war, hat bis heute wenig von seiner Aura verloren. Und wo die Aura bröckelt (etwa bei den Relikten einer 90er-Jahre-Renovierung, die hier und da etwas Landhaus-Nippes in die karg getünchten Räume geschwemmt hat), hilft das unglaubliche Frühstück, das Noel und Deidre Comer jeden Morgen in die verkaterte, aber gut gelaunte Crowd stopfen, die dieses Kleinod beherbergt. Zehn Fußminuten von Stephens Green in der Lower Leeson Street: Ein Lieblingshotel für diesen – und für alle folgenden Besuche.