ich kann alles erklären, frau kurator

20120809-212548.jpg

Die Frau mit der weißen Jeans und ich sitzen nebeneinander am Boden des großen Raums. Wir drücken unsere Hintern eng an die nervig gelbe Rauhfaserwand und die Köpfe auch. Wir haben jeder zwei Holzspatel im Mund, deren Enden wir mit den Händen halten, während wir mit zurückgezogenem Kopf an unserem Brustkorb runter auf den Boden zwischen unseren Beinen starren. „Schiescht Du?“, sagt die Frau mit der weißen Jeans, „isch gansch leisch. Au für schuhhausche.“ Sie hat recht. Die neue Mobilisierungstherapie für meinen cervico-thorakalen Übergang (ich selbst habe ja bis heute ganz laienhaft „Schulterschmerzen“ dazu gesagt) kann man wirklich überall machen, am Arbeitsplatz, in der U-Bahn und natürlich auf der Dokumenta 13. Da wird man wenigstens nicht für völlig bekloppt gehalten.