es geht ein dunkle wolk herein


Es geht ein dunkle Wolk herein,
mich deucht, das wird ein Regen sein –
ein Regen aus den Wolken,
wohl in das grüne Gras

Und kommst du, liebe Sonn, nit bald,
so weset alls im grünen Wald,
und all die müden Blumen,
die haben müden Tod.

Es geht eine dunkle Wolk herein;
Es soll und muss geschieden sein.
Ade, feins Lieb, dein Scheiden
Macht mir das Herze schwer.

(Deutsches Volkslied aus dem 16. Jahrhundert, überliefert von Johannes Werlin 1640 et.al.;
2. und 3. Strophe Zudichtungen des frühen 20. Jahrhunderts. Foto: Liepe im Westhavelland)