die sechs

Für Axel Rudolph, den von den Nazis ermordeten Helden meines „Groschenromans” (be.bra verlag 2009, Büchergilde Gutenberg 2010), muss sie ein Lebenstraum gewesen sein… (den er sich erst in den späten Dreissiger Jahren gebraucht leisten konnte): Die Typenhebelschreibmaschine „AEG Modell 6“, von den genialen Konstrukteuren Helm und Carstensen in Erfurt entwickelt und von 1925 bis 29 auf dem Markt, war das ideale Werkzeug für den Vielschreiber Rudolph, der in 10 Jahren rund 65 Romane zu Papier brachte. 420 Reichsmark, heute rund 1.500 Euro, war damals der Neupreis.

Nur gut 60 Euro kostet der etwas abenteuerliche Selbstbausatz von „USB Typewriter“, der aus dem Flaggschiff analoger Maschinenkunst eine ratternde Computertastatur mit iPad-Adapter macht. Ob ich mein geliebtes Kultgerät damit modernisiere? Nein. Obwohl das Gesicht des ICE-Schaffners, wenn ich im Speisewagen acht Kilo deutsche Wertarbeit auf den Tisch wuchte, natürlich jeden Aufwand wert wäre …