blühende landschaften

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…und dann bestimmen nicht mehr Fruchtfolge und Artenvielfalt das Geschehen auf dem Feld: Es wird Mais angebaut, Gülle draufgepumpt, Pestizide gesprüht.

Wieder und wieder. Nach der Ernte wird noch der letzte Rest Pflanzenfaser aus der Erde geholt und zu Silage geschreddert, zu Rohmasse für die Biogasanlagen, und die Felder liegen leer und kahl bis zum nächsten Maisanbau.

Vor dreihundert Jahren war hier im Westhavelland noch Sumpfland, dann kam die Melioration, trennte Wasser und Feld. Über 250 Jahre wurde der märkische Sand mit einer wachsenden Schicht aus fruchtbarer Erde veredelt. Heute pustet das zwischen den Maisernten der rabiate Wind weg, der selbst auch ein Ergebnis des Klimawandels ist. Alle Welt sieht auf den albernen Hopi-Kalender; seht mal auf den Acker, Freunde: DA wartet die Apokalypse.