ballantrae’s blade

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Wenn man aus einer Branche kommt, in der Vieles auf den letzten Drücker stattfindet und die Arbeit von heute morgen schon wieder Makulatur ist, fällt Warten besonders schwer. Warten auf einen bestellten Gegenstand; was heißt Gegenstand: ein Boot. Lettmann ist unter Kajakfahrern ein guter Name; man kann die drüben in Germany zusammengebauten Boote auch online ordnern, ein zwei Klicks, und schon passiert: Nichts. Das heißt: Natürlich passiert etwas, es wird nämlich ein Boot gebaut in Wesel am Niederrhein, und Frau Lettmann ruft an und regelt das Finanzielle. Und dann sagt sie die Kalenderwoche, in der das Boot fertig ist, und Herr Heuer ruft an und sagt, wann er das Boot gern bringen möchte. Wenn man es schneller haben will, hat man Pech gehabt, denn so ist sie nicht, die Bootsbauerwelt. Das Boot ist fertig, wenn es fertig ist, wenn alles stimmt, alles makellos ist.
Tja, und heute war es so weit, und das 430 cm lange Lettmann Maxi Touring, das ab morgen BALLANTRAE heißen soll – morgen erzähle ich, warum – ist gekommen und ist in jedem Detail perfekt. Heute erstmal nur zum Neidischwerden das Ruder; die Steueranlage schraubt man selbst dran. Schön, nein? Wunderschön. Ballantrae. Von Lettmann.